Dieses Werk entstand als Auftragsarbeit für Frau Schwarzer, die Rektorin der Grundschule St. Anton an der Münchener Straße, und hängt heute in ihrem Büro.
Das Bild verbindet persönliche Erinnerungen mit zentralen Themen der Schule: Veränderung, Gemeinschaft und Entwicklung. Die roten Formen auf der rechten Seite erinnern an Bäume und stehen für die alten, großen Bäume, die dem Neubau weichen mussten – ein Verlust, der viele Kinder traurig gemacht hat. Gleichzeitig trägt die intensive Farbgebung auch Energie und Bewegung in sich und verweist auf Neubeginn und Wandel.
Ein vertikaler Streifen greift die Fensterfassade des Altbaus auf und symbolisiert zugleich die Münchener Straße, an der die Schule liegt. Er wirkt als verbindendes Element zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen gewachsenem Bestand und neuer Entwicklung.
Die gekreuzten Lineale nehmen Bezug auf die Kirche St. Anton, die der Schule in einer schwierigen Situation Schutz geboten hat und in deren Gemeinde sie verankert ist. Als Linkshänder-Lineale verweisen sie darüber hinaus auf die gelebte Rücksichtnahme gegenüber allen Schülerinnen und Schülern und stehen sinnbildlich für Orientierung und Struktur innerhalb einer vielfältigen Gemeinschaft.
Die Scheren im unteren Bildbereich verkörpern den Bildungsprozess: Die größere Schere steht für die erfahrene Lehrkraft, die kleineren für die Kinder. Gemeinsam symbolisieren sie das Weitergeben von Wissen, das Formen von Fähigkeiten und das Öffnen von Wegen in die Zukunft.
In der Gegenüberstellung von organischen, freien Formen und klaren, architektonischen Strukturen entsteht ein Spannungsfeld zwischen Wachstum und Ordnung. Dieses wird jedoch nicht als Widerspruch verstanden, sondern als notwendige Balance, in der Entwicklung möglich wird.
Trotz der sichtbaren Veränderungen und Verluste vermittelt das Bild eine klare positive Haltung: Zusammenhalt, Fürsorge und die Zuversicht, dass aus Wandel neue Stärke entstehen kann.
Mein besonderer Dank gilt Frau Schwarzer, die mir die Möglichkeit gegeben hat, meine Dankbarkeit für die schöne Grundschulzeit meiner Kinder auf künstlerische Weise zum Ausdruck zu bringen.
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